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Allgemein zu Namibia

 

Hauptstadt: Windhoek

 

Währung: Namibia Dollar

 

 

Einwohner: 3 Millionen (Schweiz 9 Mio.)

 

 

Platz 2 der am dünnsten besiedelten unabhängigen Staaten.

 

 

Fläche: 824'292 km² (fast 20mal grösser als die Schweiz)

 

 

Davon 43% staatliche Nationalparks, kommunale Schutzgebiete und private Reservate.

 

 

Namibia ist weltweit das erste Land, das den Umweltschutz direkt in seiner Verfassung verankert hat.

 

 

 

 

Kolonialzeit bis heute

 

Namibia war von 1884 bis 1915 als Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie.

Diese Zeit war geprägt von Gewalt und Unterdrückung durch die deutsche Kolonialmacht.

Besonders einschneidend war der Völkermord an den Herero und Nama zwischen 1904 und 1908.

In diesem Zeitraum ermordeten deutsche Kolonialtruppen etwa 80 % der Herero und rund 50 % der Nama.

Viele Menschen starben nicht nur durch direkte Kämpfe, sondern auch durch Vertreibung in die Wüste sowie in Konzentrationslagern.

Diese Verbrechen haben tiefe Spuren in der Geschichte Namibias hinterlassen.

Nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg übernahmen 1915 südafrikanische Truppen die Kontrolle über das Gebiet des heutigen Namibias.

Ab 1949 wurde das Land faktisch in die Südafrikanische Union eingegliedert, und das System der Apartheid wurde eingeführt.

Die rassistische Trennung der Bevölkerung sowie die Siedlungspolitik in sogenannten Homelands führten zu grosser sozialer Ungleichheit.

Gegen diese Unterdrückung formierte sich unter der Führung der SWAPO (South West Africa People’s Organisation) ein langjähriger Unabhängigkeitskampf, der unter anderem von den Vereinten Nationen unterstützt wurde.

Am 21. März 1990 erlangte Namibia schliesslich seine Unabhängigkeit und wurde ein souveräner Staat.

Bis heute sind die Spuren der Kolonialzeit sichtbar, etwa in der Architektur, in Ortsnamen und durch eine deutschsprachige Minderheit im Land.

Im Jahr 2021 erkannte Deutschland den Völkermord an den Herero und Nama offiziell an und sagte finanzielle Hilfen zu, die jedoch von vielen Nachfahren der Opfer als nicht ausreichend kritisiert werden.

Namibia gilt heute als politisch stabil, steht jedoch weiterhin vor grossen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, insbesondere einer starken Ungleichheit bei der Landverteilung, die ihre Wurzeln in der Kolonialzeit hat.